What about Coaching – Blog

In diesem Blog teile ich mit dir wissenschaftliche Erkenntnisse, mein Know-How, meine Erfahrungen und meine Gedanken. Meine Absicht ist, dich zu unterstützen, die Kraft deiner Persönlichkeit zu entdecken und zu stärken.

Eine gute Nachricht vorne weg: Die Neuroplastizität unseres Gehirns lässt uns jede Menge Spielraum und Möglichkeiten, unsere Gefühlswelt zu verändern. Wir selbst haben größtmöglichen Einfluss darauf.

Herzliche Grüße, Manuela

 

29. März 2018

Geholfen und dann doch die A-Karte?

Du bist gerne behilflich, wenn du siehst, dass jemand unausgesprochen Hilfe benötigt? Du legst dich ins Zeug und dann gerätst aber unter Beschuss?

Wie es dazu kommt erklärt dir das Drama-Dreieck.
Es ist eine sehr hilfreiche Methode, sogenannte „psychologische Spielchen“ aufzudecken.

Das Drama-Dreieck ermöglich dir, dein Handeln und das der anderen unter die Lupe zu nehmen und damit zwischenmenschliche Konflikte zu entschärfen.

Transaktionsanalyse – Drama-Dreieck n. Karpman

Ein Beispiel dazu:
Kollegen A zeigt sich oft von einer hilflosen Seite. Wenig computeraffin sitzt sie mit ratloser Miene am Schreibtisch und schlägt die Hände über den Kopf. „So ein Mist. Die Umstellungen auf das neue System hätten sich die da oben sparen können. Vorher war alles besser. Das überfordert mich.“
–> Sie stellt sich damit in die Opferrolle

Kollegin B sitzt ihr gegenüber. Sie ist hat kein Problem mit der Umstellung. Sie bemerkt, dass Kollegin A am Verzweifeln ist. Da Kollegin B gerne hilft, eilt sie zur Kollegin A, stellt sich hinter sie und gibt ihr Ratschläge, an welcher Stelle im Computerprogramm etwas einzutragen ist.
–> Sie steigt in die Retterrolle ein

Das missfällt der Kollegin A. Sie will nicht von der Kollegin gezeigt bekommen, dass sie sich nicht auskennt. Jetzt greift sie Kollegen B mit zurechtweisenden Worten an. „Hab ich dich eigentlich um Hilfe gebeten? Du meinst wohl, du weißt alles besser?“
–> Sie wechselt in die Verfolgerrolle

Kollegin B geht daraufhin gekränkt zurück auf ihren Platz zurück. In ihr werden Stimmen laut wie. „Ich wollte doch nur helfen, Was hab ich schon wieder falsch gemacht? Ich blöde Kuh.“
–> Sie rutscht von der Retterrolle in die Opferrolle

Ärger bleibt auf beiden Seiten übrig. Sie sind im Drama-Dreieck gefangen. Damit ist die Beziehung der Kolleginnen zunächst einmal in Schieflage.

Was wäre dein Rat an die Kollegin mit dem Helfer-Syndrom?

 

14. März 2018

Wie schaffen wir es, unsere Probleme oder Aufgaben nicht zu lösen?

Das Passivitätskonzept (nach der Schiffschen Schule der TA) versucht dies zu beleuchten.

Manchmal begegnen wir unseren persönlichen Herausforderungen uneffektiv oder sogar auch passiv. Wie verhalten wir uns, unsere Dinge nicht geregelt zu bekommen?

Es gibt dieser Theorie nach vier unbewusste Strategien, mit denen wir einem Problem oder einer Aufgabe ausweichen und sie nicht gelöst bekommen.

  1. Passives Verhalten

Dabei tust du tatsächlich „einfach“ nichts gegen dein Problem.

  1. Überanpassung

In dem du versuchst den Erwartungen anderer, meist nur vermutet, gerecht zu werden, bleibt dein eigenes Problem ungelöst.

  1. Agitation

Deine Energie, die du eigentlich hättest, um ein Problem oder Aufgabe zu lösen, wird in eine andere Handlung umgeleitet. Das kann zum Bespiel, Bein-Wackeln, nervöses Rauchen oder Putzen einer eh schon sauberen Wohnung sein. Dein Handeln ist also eine nicht zielgerichtete Aktivität.

  1. Selbstbeeinträchtigung.

Damit machst Du dich selbst unfähig, dein Problem zu lösen. Das kann übermäßiger Alkoholkonsum, psychosomatische Leiden oder sogar ein Nervenzusammenbruch sein.

Welche ist deine Strategie, deine Herausforderungen ungelöst zu lassen?

 

Aus meinem Nähkästchen geplaudert:

Ich persönlich verfalle manchmal in eine Agitation. Das gibt mir den Hinweis, dass es wahrscheinlich etwas zu lösen gibt.

Dann stelle ich mir die Frage: „Was hindert mich daran, die Herausforderung zielgerichtet anzugehen?“ Damit ist es mir so manches Mal gelungen, aktiv zu werden.

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2017

Blickrichtung verändert Gefühle.

Der US-​amerikanische Forscher Roger Drake berichtete im Jahr 1987 erstmals, dass den Männern, die ihren Blick nach rechts wenden mussten, um ein Foto zu betrachten, das Bild generell besser gefiel als Männern, die dafür nach links zu schauen hatten.

Zwei Jahre später entdeckten niederländische Wissenschaftler das Phänomen auch bei Frauen.

Als Erklärung gilt die Theorie, dass ein Proband beim Blicken nach rechts die linke Hirnhälfte aktiviert, die mehr in positive Gefühle involviert ist, während die rechte Gehirnhälfte eher negative Gefühle generiert. *

Warum also nicht einfach mal den Kopf nach links drehen, den Blick nach rechts wandern lassen, um bewusst positiv Einfluss zu nehmen.

Ein kleiner humorvoller Hinweis:
Nutze dieses Wissen, und sei achtsam von welcher Seite du dich deinem Traumpartner näherst. 😉

* Quellenhinweis: www.dasgehirn.info